Cloud-Lösung für Präsentationen

Powerpoint, Keynote – in Kommunikationsabteilungen von Unternehmen kommt niemand an Präsentationsprogrammen vorbei. Egal, ob es um die Unternehmenspräsentation oder Produkte geht. Prezi beinhaltet Funktionen, die andere Programme nicht bieten. Hier lesen Sie, wie sich das Programm bewährt hat, welche Herausforderungen auftreten können und wann sich das Tool wirklich lohnt.

Prezi – ein Tool mit Aha-Effekt
Ein klarer Vorteil gegenüber den konventionellen Präsentationstools ist, dass Prezi eine Cloud-Lösung bietet – abrufbar auf jedem Endgerät mit Internetzugang. Zusätzlich ist eine Offline-Version verfügbar, die auch ohne Internet funktioniert.

Eines steht fest: Wer mit Prezi vor einem Publikum auftritt, hat einige „Wows“ sicher. Das liegt vor allem an den graphischen Darstellungen. Anders als bei Powerpoint oder Keynote, die einzelne Slides hintereinander abspielen, arbeitet das Tool mit verschieden Einstellungsebenen.
Die Präsentation bekommt dadurch Tiefe und wirkt dreidimensional.
Mit verschiedenen Zoom-Einstellungen wird hinein- oder herausgezoomt. Das hat den Vorteil, dass Details hervorgehoben werden können. Beispielsweise startet die Präsentation mit einer Totalen von einem Gebäude und zoomt dann in verschiedene Räume oder geht näher an bestimmt Gegenstände heran. Durch die Interaktion wird die Aufmerksamkeit der Zuschauer gefördert. So werden Informationen unterhaltsam und visualisiert transportiert.

Bilder sprechen lassen
Die Möglichkeiten, eine richtige Geschichte zu konstruieren, ist verlockend und wirkungsvoll. Das setzt allerdings voraus, dass zunächst ein genaues Storyboard entworfen wird. Mal eben schnell eine Prezi machen funktioniert nicht. Außerdem gehören eine große Portion technisches Geschick und viel Zeit dazu. Einige Templates erleichtern den Einstieg. Eine komplette Prezi selbst zu entwerfen ist für Einsteiger nicht empfehlenswert, weil die einzelnen Einstellungsebenen zu komplex sind.

Wichtig ist auch, dass die Präsentation von Prezi vorher geübt werden sollte. Kombiniert mit rhetorischen Fähigkeiten ist eine souveräne Präsentation dann so gut wie sicher.

Tolle Story und viele Herausforderungen
Es kann vorkommen, dass Prezi nicht von der IT eines Unternehmens unterstützt wird. Das führte dazu, dass im Unternehmen die Prezis nicht richtig laufen und die Mitarbeiter ins Homeoffice ausweichen müssen.
Das Programm ist für Unternehmen kostenpflichtig und kostet derzeit
159 USD pro Jahr. Zwar gibt es auch eine kostenfreie Variante, aber bei dieser sind alle erstellten Prezis öffentlich. Für Unternehmenszwecke ist das nicht geeignet. Die Gestaltung ist sehr zeitaufwendig. Es macht für Einsteiger Sinn, diese in externe Profihände zu übergeben.

Die Reaktionen auf die Prezis, die während meines Praktikums entstanden sind, waren sehr positiv. Natürlich wurde nicht jeder Geschmack getroffen. Einige bemängelten den comic-artigen Charakter. Genau hier besteht eine weitere Herausforderung. Es ist wichtig und nicht ganz einfach, die richtige Mischung zwischen unterhaltsam und seriös zu finden.

Zusammengefasst eignet sich das Tool nicht, um kleinere Präsentationen zu erstellen. Hierzu ist es empfehlenswert, auf Powerpoint oder Keynote zurückgreifen, da der Zeitaufwand überschaubar ist. Aber gerade für größere Präsentationen auf internen oder externen Events lohnt es sich,
ein paar Euro in die Hand zu nehmen.

 

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