Wir sind dann mal weg! Zwei Semester PR-Fundsachen im Schnelldurchlauf

Potzblitz. Kaum ein Jahr ist es her, da hat uns Daniel Rehn das digitale Staffelholz in die Hand gedrückt. Im Sommersemester 2010 begannen wir, 13 Online-Journalisten im Schwerpunkt Public Relations, für die PR-Fundsachen zu bloggen.

Heute, mehr als 60 Posts später, stehen unsere Nachfolger längst in den Startlöchern. Und während wir mit der Diplomarbeit auf die Zielgerade unseres Studiums einbiegen, drehen wir die Stoppuhr zwei Semester zurück.
Auf die Tasten fertig los! Ein kurzer Sprint durch unsere Zeit mit den PR-Fundsachen:

Social-Media-Newsrooms

Was steckt hinter dem Trend ‚Social Media Newsroom’?“, fragt Isabelle Hein in ihrem ersten Fundsachen-Artikel im April 2010. Die Antworten lassen nicht lange auf sich warten. In mehr als 33 Kommentaren diskutieren die Fundsachen-Leser über Social-Media-Newsrooms als PR-Instrument.

@telekom_hilft

Vom Newsroom ins Kundencenter. Jan Stockmann untersucht im Mai 2010 den Kunden-Support via Twitter am Beispiel @telekom_hilft. Aus den damals rund 2000 Followern sind inzwischen über 11.000 geworden. Der „Schritt in Richtung Kunde“ scheint ein Schritt in die richtige Richtung gewesen zu sein.

Like-Button

Unvorstellbar, aber es gab eine Zeit vor dem Like-Button. Erst seit April 2010 können wir den Like-Button außerhalb von Facebook einfügen und klicken. „Kleine Funktion, große Wirkung“, analysiert Sebastian Rudolph und unseren Nachfolgern sei hiermit auf die To-Do-Liste geschrieben: „Like-Button in die Fundsachen integrieren!“

BP

Einen Dislike-Button hätte die PR von BP nach der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko verdient. „Ein Desaster, das einem Drama gleicht. Einem Trauerspiel mit BP in der Hauptrolle. Eine Tragödie in fünf Akten“, beginnt Sebastian Rudolph seine „etwas andere Betrachtung“ des Unglücks, das über Wochen die mediale Berichterstattung bestimmt.

Mehr Wert schaffen – Social Media in der B2B-Kommunikation

Im Juni 2010 präsentiert Prof. Dr. Thomas Pleil die frisch veröffentlichte Studie „Mehr Wert schaffen – Social Media in der B2B-Kommunikation“.  Unsere Kommilitonen des Vorgängerjahrgangs hatten sie im Namen des Instituts für Kommunikation und Medien (IKuM) und im Auftrag der Profilwerkstatt erarbeitet. Uns bleiben Lob, Dank und Anerkennung für diese Leistung und ein ausführlicher Bericht über das achte Forum für Vordenker, in dessen Rahmen die Studie vorgestellt wurde.

Flattr

Jan-Kristian Jessen beschäftigt sich mit der Frage, ob Nichtregierungsorganisationen (NGOs) Flattr zum Fundraising einsetzen könnten. „Lohnt sich nicht“, sagen Gesine Gernand von Amnesty International und Volker Gaßner, Teamleiter Presse, Recherche und Neue Medien von Greenpeace. Flattr reagiert und wartet zum Jahreswechsel mit einigen neuen Features auf. Was die Fundsachen damit zu tun haben und ob sich PR-Studenten eines Tages via flattr ihre Semestergebühren finanzieren, weiß nur der Wind.

Google Street View

Was a PR-Gaudi im Allgäu. Nicht Berlin, Frankfurt, Köln, Hamburg oder München ist als erste Stadt in Deutschland bei Google Street View zu sehen. Nein, eine kleine Gemeinde im schönen Allgäu zeigt es den Großen: Oberstaufen. Andreas Leiser schreibt über den PR-Coup aus der bayrischen Provinz.

Zukunft Online-PR

November 2010. Nach monatelanger Vorbereitung ist es endlich soweit: Zukunft Online-PR – Das Seminar findet in der Exlibris-Konferenzetage in Darmstadt statt. Ein halbes Jahr hatten wir uns im Rahmen eines Semesterprojekts mit der Konzeption, Planung und Vermarktung des Seminars beschäftigt und die zweitägige Schulung für 14 Teilnehmer vorbereitet. Erfahrene PR-Praktiker wie Uwe Knaus (Manager Unternehmenskommunikation Daimler AG), Stephan Fink (Fink & Fuchs Public Relations AG) und Prof. Dr. Thomas Pleil vermitteln den Teilnehmern einen praxisnahen und wissenschaftlich fundierten Einblick in die Chancen und Risiken von Social Media in der Unternehmenskommunikation. Übrigens: Auch nach dem Seminar versorgen Sie Jan Stockmann und Sebastian Rudolph mit aktuellen News aus der Welt der Online-PR – Follow @ZukunftOnlinePR!

Die PRaktiker

Ein kleines Schmankerl kurz vor Weihnachten. Aus der Serie “Die PRaktiker” wird ein eBook. Seit Sommer 2009 stellen wir Kommunikationsverantwortlichen aus Unternehmen, Agenturen, Verbänden und öffentlichen Einrichtungen drei Fragen: Wie wird man eigentlich PR-Praktiker? Welche Fähigkeiten muss man mitbringen, und wie verändern Web und Social Media den Beruf? Entstanden ist ein umfassendes Bild der Arbeitswelt (Online-)PR. Das eBook “Die PRaktiker” bündelt alle geführten Interviews kompakt auf 44 Seiten. Das Institut für Kommunikation und Medien dankt allen Gesprächspartnern sowie der Software AG, die das eBook finanziell förderte, für ihre wertvolle Unterstützung.

Jahresrückblick

Da geht es hin, das Jahr 2010. Yvonne Lenger blickt zurück auf das PR-Jahr, auf Schäuble und Offer, auf Greenpeace und Nestlé, auf die Bahn und Stuttgart 21.

RSS-Feeds

Das neue Jahr beginnt mit einem kleinen Schock: „RSS Is Dying, and You Should Be Very Worried“, schreibt Webdesigner und Blogger Kroc Camen und sorgt für heftige Diskussionen um die Zukunft des RSS-Feed. Wir sind besorgt. Lena Tischer bloggt „RSS – Am Rande des Abgrunds“ und wir feiern den Feedreader.

Fußball auf Facebook

Großer Sport im Januar. In zwei Blogposts analysiert Jan-Kristian Jessen, wie deutsche Fußball-Bundesligisten das Social-Network Facebook zur Kommunikation mit ihren Fans nutzen. Sein Fazit: Strategie scheint für viele Vereine nur auf dem Platz eine Rolle zu spielen – im Social Web sucht man sie vergebens. Im Februar schließlich der Nachschuss von Andreas Leiser: “Fußballer auf dem ‘Social-Media’-Spielfeld“.

Centralstation Darmstadt

Und abseits der Fundsachen? Im Wintersemester 2010/2011 entwickeln wir eine Social-Media-Strategie für die Centralstation Darmstadt. Wir schulen die Mitarbeiter des Kulturbetriebs in Medienrecht, Content-Produktion, Kommunikation im Social Web und entwickeln gemeinsam Social-Media-Guidelines. Wir bedanken uns auch an dieser Stelle für die tolle Zusammenarbeit und wünschen viel Spaß und Erfolg bei der Umsetzung!

Schlussspurt vollbracht. Auch wenn Sie in den kommenden Wochen noch von einigen „Nachzüglern“ lesen werden, ist es nun Zeit Ihnen, liebe Fundsachen-Leser, für Ihre Likes, Ihre Shares, Ihre Kommentare, Ihr Lob und vor allem Ihre Kritik zu danken. Erst durch Ihr Feedback wird dieses Lehrblog richtig lehrreich. Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit unseren Nachfolgern. Der letzte Diplom-Jahrgang trifft auf den ersten Bachelor-Jahrgang. Es wird ein Massenstart. Wir sind gespannt und wünschen Euch viel Spaß auf eurem Lauf durch die nächsten zwei Semester. Hier ist das Staffelholz!

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2 thoughts on “Wir sind dann mal weg! Zwei Semester PR-Fundsachen im Schnelldurchlauf

  1. Mein lieber Tobias,

    stellvertretend für deine zwölf weiteren wackren Mitstreiter möchte ich mich an dieser Stelle bei dir – und somit allen – bedanken, die die PR-Fundsachen so großartig fortgeführt und auf eine neue Ebene gehoben haben (inhaltlich, wie auch design-technisch).

    Es war mir eine große Freude euch bei eurem Treiben zu beobachten und in der frühen Anfangsphase eurer teils ersten Blogger-Schritte zu unterstützen. In der selben Weise wird es mir großen Spaß bereiten euren Nachfolgern zuzusehen, wie sie sich schlagen werden. Ihr habt die Messlatte ordentlich nach oben gelegt.

    Kurzum: Für mich seid ihr als Team der letzten zwei Semester das Mainz 05 der PR-Fundsachen :-)

    Euch allen viel Erfolg für euren Spurt auf der Zielgeraden! Glück wünsche ich euch übrigens keines, denn das habt ihr, wie ich weiß, nicht nötig ;-)

    Die besten Grüße aus München
    Daniel

    • Tobias ReitzNo Gravatar 18. Februar 2011 at 12:20 - Author

      Hi Daniel, vielen Dank für die netten Worte und den ff auf Twitter. Hören wir gerne :-) Grüße nach München, Tobias