Die PRaktiker (21): Mark Mätschke

Mark Mätschke

Steckbrief zur Person

Name: Mark Mätschke

Alter: 35

Aktuelle Tätigkeit: Mark Mätschke ist Pressesprecher der Currenta GmbH & Co. OHG in Leverkusen, twittert gern und schaut täglich bei Facebook vorbei. Auch bei Xing und Linkedin pflegt er seine Profile. Die von ihm betreute Currenta-Spendenaktion “Nachbarschafft Hilfe” wurde im letzten Jahr gleich mehrfach mit dem Corporate Media Master-Award ausgezeichnet.

PR-Fundsachen: Herr Mätschke, wie sind Sie zur PR gekommen?

Kurz gesagt: Wie die Jungfrau zum Kinde! Ich bin, wie man so schön sagt, von Hause aus ein Geograph. Mein beruflicher Werdegang lässt sich wie folgt zusammenfassen: Schauspieler – Student – Praktikant – Patentinhaber – Leitender Vertriebsmitarbeiter – Pressesprecher.
Zur ersten Position dieser Aufzählung kann ich sagen: Ich war jung und brauchte das Geld, schaue aber sehr gerne auf die aufregende Zeit und interessante Erfahrung zurück. Zur letzten Position möchte ich behaupten: Ich bin in meinem Traumjob angekommen.

Nach einem Praktikum im Jahr 2006 bekam ich die Möglichkeit, an einer Verfahrensentwicklung mitzuarbeiten. Ein halbes Jahr später stand ich unter einer Patentanmeldung zur “thermischen Behandlung von Elektronikschrott”. So kann es gehen! Meine Empfehlung an alle Studenten lautet: Nutzt ein Praktikum als Einstieg in die Festanstellung – bei mir hat es geklappt!

In das Berufsleben gestartet bin ich also in dem Unternehmen, für das ich heute noch arbeite: CURRENTA. 2006 hieß mein heutiger Brötchengeber allerdings noch Bayer Industry Services.

Eingestellt wurde ich als Sales Manager. In den ersten drei Jahren meiner beruflichen Praxis zeigte ich Chemieunternehmen in Europa Alternativen im Umgang mit ihren Abfällen auf. Nur einer internen Stellenausschreibung habe ich es zu verdanken, dass ich heute das machen darf, was mir am meisten Spaß macht: die Kommunikations- und PR-Arbeit!
Als Pressesprecher für den CHEMPARK habe ich einen abwechslungsreichen Job voller spannender Herausforderungen. Zu meinem Tagesgeschäft gehört die Standortkommunikation genauso wie die Krisenkommunikation. Mein Herz schlägt jedoch für das Social Web und die Möglichkeiten, die uns diese dialogorientierte Kommunikation heute bietet.

PR-Fundsachen: Welche Fähigkeiten sollten kommende PRler in den Beruf mitbringen?

Die wichtigsten Kernkompetenzen eines PR-Profis der Zukunft sind meiner Meinung nach: crossmediales Denken, Affinität zur IT-Technologie und natürlich ein gutes Gefühl für Kommunikation.

Das Tagesgeschäft – besonders in großen Unternehmen – erfordert Flexibilität und Einsatzbereitschaft. Komplexe Abstimmungsprozesse müssen gemeistert und eventuelle Krisen abgewendet werden. Die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen, von der Human Resources- über die Public Affairs-Abteilung bis hin zum Marketing und Vertrieb, muss funktionieren und akkordiert werden. Eine hohe Kreativität rundet den perfekten PRler ab.

PR-Fundsachen: Wohin wird sich die Online-PR in der Zukunft entwickeln?

Auf diese Frage gibt es meiner Meinung nach viele Antworten, die alle richtig sein können. Wenn ich mal den Blick in die berühmte Glaskugel wagen soll, so glaube ich, dass die zukünftige Online-PR noch dialogorientierter werden wird, als sie es heute schon ist. Der Weg vom “One-to-Many-Monolog” zum “One-to-One-Dialog” ist hier noch nicht komplett beschritten worden und stellt die Macher der zukünftigen Online-PR vor ganz neue Herausforderungen – nicht nur in personeller Hinsicht.

Ein wichtiges Stichwort lautet in diesem Zusammenhang auch “Augmented Reality”, d. h. die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Ein schönes Beispiel hierfür ist der neue “Deals”-Service von Facebook. Mit dieser Funktionalität haben Unternehmen die Möglichkeit, einen ganz neuen Weg in der Kundenansprache zu gehen. Sie können mit Ihren Kunden auf eine noch nie dagewesene Art und Weise in den Dialog treten und mit geschickten Marketingstrategien und Kampagnen neue Märkte erschließen.

An den Rahmenbedingungen wie Ehrlichkeit, Offenheit, Schnelligkeit und vor allem Authentizität wird sich sicherlich nichts ändern. Die Unternehmen, die diese Grundvoraussetzungen nicht nur kennen, sondern auch leben, werden langfristig erfolgreicher sein als andere.

PR-Fundsachen: Herr Mätschke, vielen Dank für dieses Interview!

Sämtliche im Rahmen der Kurzinterviewreihe „Die PRaktiker“ entstandenen Antworten und Texte sind ebenso wie die Bilder Eigentum unserer Interviewpartner und erscheinen mit ihrer Genehmigung, sofern nicht anders mit uns ausgemacht, ausschließlich im Studiengangsweblog zum Schwerpunkt Online-PR der Hochschule Darmstadt, den PR-Fundsachen (http://www.pr-fundsachen.de/). Sollte Interesse an einem der Texte/ Interviews bestehen, bitten wir darum, sich mit uns bzw. unserem Interviewpartner in Verbindung zu setzen.

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