Semesterende: Ein paar Gedanken zum Blog(gen)

Fast ist’s geschafft, das Sommersemester neigt sich dem Ende zu. Die Studenten, die sonst hier bloggen, waren die letzten Wochen ausgefüllt mit Prüfungen und dem Erstellen der Abschlusspräsenationen und -dokumentationen der Semesterprojekte. Am Freitag wird die letzte Präsentation stattfinden. Ich habe heute nochmal alle Blogposts dieses Semesters hier gelesen – das Bloggen in den PR-Fundsachen gehört bekanntlich zu den Leistungen, die im Rahmen eines Seminars zu erbringen sind (neben anderen wie einem Kurzvortrag oder einem Wiki-Artikel). Wie lief das nun in diesem Semester mit den PR-Fundsachen (ganz subjektiv aus meiner Brille betrachtet)?

Zunächst der Rahmen: In unserem PR-Schwerpunkt sind diesmal 16 Studenten. Seit Semesterbeginn Anfang April sollte jede/r ein paar Posts schreiben, das Blog verfolgen und darin diskutieren. Die Idee ist seit sieben Semestern die selbe: Es geht um Themenfindung, eine (laufende) Beschäftigung mit der PR-Branche, um Erfahrungen mit dem Bloggen und dem Diskutieren in Blogs – und um die thematische Erweiterung der Lehre.

Soweit die Theorie (Präsentation dazu). Die Praxis ist nach meinem Eindruck in den vorigen sechs Semestern nicht so zweispältig gewesen wie in diesem. Ein paar Stichpunkte:

  • In der Vergangenheit gab es Hemmungen, Artikel von Kommilitonen zu kommentieren. In diesem Semester dagegen wurde nach meiner Wahrnehmung immer wieder sehr gut diskutiert – das Blog ergänzte insofern das Lernen im Seminar.
  • Die Diskussionen wurden jedoch von einem kleinen, harten Kern eigener Studenten und von einigen Gästen (danke schön hierfür!) bestritten.
  • Natürlich kann und muss nicht jeder Blogpost groß diskutiert werden. Aber: Dass in diesem Semester fünf von 16 Studenten bis heute nichts gepostet haben, ist ein Negativrekord. Zum Vergleich: In der Vergangenheit war es typischerweise ein Student, der nicht mitmachte.
  • Auffällig ist die Posting-Frequenz dieses Semesters: So ging es im April richtig zur Sache – vielleicht sogar ein bisschen zu sehr (mit spannenden Themen und 29 Posts), im Mai wurde ein immer noch gutes Niveau gehalten (acht Posts). Seit Anfang Juni dagegen herrscht mehr oder weniger tote Hose. Klar, bis zu einem gewissen Grad hängt das damit zusammen, dass die Projekte im Lauf eines Semesters immer mehr Energie binden.

Also zusammengefasst: In meinen Augen waren die PR-Fundsachen in diesem Semester eine Zeitlang klasse, sie wurden aber nur von einem Teil des Kurses gestemmt, und ab der Semestermitte ging langsam die Luft aus. Ausgehend von diesen Beobachtungen ein paar Anmerkungen zur Konzeption dieses Blogs, zu seiner Einbettung in die Lehre und dem Versuch einer Ursachenforschung. Dazu vorneweg: Ich habe die Studentengruppe als wirklich motiviert erlebt, und sie hat ein sehr intensives Semester hinter sich.

Im Lauf des Semesters haben wir im Seminar immer wieder über das Blog gesprochen. Über Schwierigkeiten bei der Themenfindung, über das Verhalten in Diskussionen, die Aufbereitung von Texten in einem Blog. Manchmal hätte im Blog vielleicht eine Diskussion noch fortgeführt, eine Frage noch beantwortet werden können. Dass das nicht geschehen ist, ist nicht so schlimm. Auffällig aber: Es fand kein Storytelling statt. Niemand berichtete von den drei Semesterprojekten der Studenten. Auch der von den Wissenschaftsjournalismus-Studenten organisierte Tag des Wissenschaftsjournalismus fand hier nicht statt, obwohl dort über Bloggen und Podcasten diskutiert wurde. Und auch die ein oder andere Diskussion aus einem Seminar hätte hier weiter geführt werden können. Wer hier bisher nicht gepostet hat, hätte also Themen direkt vor der Nase gehabt.

Dennoch ist mir klar: Es mag Studenten geben, die keine Lust zum Bloggen haben. Aber: Es gibt noch ganz andere, für einige wahrscheinlich wichtigere Gründe, hier nicht frisch und frei von der Leber weg zu schreiben. Denn dass solches Storytelling bisher nicht stattgefunden hat, hängt auch mit der Unsicherheit zusammen, was man aus Seminaren bzw. über Projekte schreiben darf und was für die Leser überhaupt interessant ist.

Andere Hemmnisse haben zwei Studentinnen neulich in einem Kommentar im Textdepot beschrieben:

“Die Motivation der Studenten, über PR Themen aktiv zu bloggen, ist sehr groß, aber der innere Schweinehund scheint manches Mal größer Wir verfolgen zwar alle aktiv die Blogosphäre und die aktuellen Diskussionen, doch es gibt eine Hemmung, sich dazu frei im WWW zu äußern. Wie Sie es schon treffend formulierten: Wir sind eben (noch) keine Profis und fühlen uns gegenüber anderen (PR-)Bloggern unterlegen. Natürlich haben wir eigene Meinungen zu den Themen, aber fragt man sich: kann man als Student wirklich profundes Wissen zu aktuellen Diskussionen beisteuern?!”

Dass das Bloggen eine Möglichkeit des persönlichen Reputationsmanagements ist, haben wir im Seminar oft angesprochen; ein großer Teil der Studenten hat das verinnerlicht. Aber aus der zitierten Aussage schimmert auch die Kehrseite durch: Großer Respekt vor dem Thema Online-Reputation. Was, wenn ich mich mit einem Blog-Post blamiere? Oder einen Kommentar bekomme, mit dem ich nicht umgehen kann? Schadet das womöglich meiner Bewerbung, wenn ich nächstes Jahr das Diplom in Händen halte? Fragen, die sich einige Studenten nicht zu Unrecht stellen.

Als ich die PR-Fundsachen im Frühjahr 2005 auf den Weg gebracht habe, war das noch ein bisschen einfacher: Damals gab es viel weniger PR-Blogs als heute; vieles war noch nicht diskutiert. Und deren Betreiber sind Praktiker, die schon eine Weile im Job sind und mehr Erfahrungen haben als Studenten, die gerade begonnen haben, sich intensiv mit PR zu beschäftigten.

Vielleicht stellt sich die Frage nach dem inhaltlichen Konzept des Blogs heute mehr denn je: Ich glaube, Studenten können sich in einem Blog wie den PR-Fundsachen trotzdem hervorragend positionieren und die oben erwähnten Erfahrungen sammeln. Etwa durch kurze Interviews mit Praktikern, kleine Fallstudien, Berichte über Events (einen nur hatten wir dieses Semester), Buchvorstellungen – und eben Einblicken in den Lehrbetrieb. Das erfordert natürlich – ähnlich wie eine Reportage in der Textwerkstatt – mehr Planung als am Abend ein bisschen zu surfen und aus dem Ergebnis einen Beitrag zu basteln (ich weiß, ich bin da oft genug ein schlechtes Vorbild). Das schließt natürlich nicht aus, sich ab und an auch an aktuellen Diskussionen zu beteiligen.

In diesem Zusammenhang fragt sich natürlich, welche Dialoggruppen die PR-Fundsachen haben. Aus meiner Sicht sind es zunächst die beteiligten Studenten selbst, in zweiter Linie Studenten anderer Hochschulen, drittens Praktiker (= potenzielle Arbeitgeber) und Studieninteressenten. Zumindest wäre das meine Reihenfolge.

Dann stellt sich eine didaktische Frage: Ist es überhaupt sinnvoll, das Bloggen zur Pflichtübung zu machen? Ich denke: Ja. Denn eine Absolventin/ein Absolvent unseres Studiengangs Online-Journalismus mit Schwerpunkt Online-PR muss Blogerfahrung gesammelt haben. Egal, ob man es mag. Egal, ob man es später mal einsetzt. Zu wissen, wie sich das Bloggen anfühlt, welche Schwierigkeiten es gibt und welche Erfolgserlebnisse, ist meiner Meinung gerade für unsere Absolventen ein notwendiger Baustein der Qualifikation. So wie ich eben als angehender Journalist auch lernen muss, was eine Glosse oder eine Reportage ist und probiere, wie die funktionieren. Dann weiß ich auch, wann bzw. wie sie sinnvoll einsetzbar sind und wann nicht.

Deshalb möchte ich daran festhalten, dass das Bloggen hier Teil einer Seminarleistung ist. Und im nächsten Semester gehört auch das Ausprobieren von Twitter dazu. (Die anderen Leistungsbausteine muss ich noch planen.) Die Frage ist, was man mit den Studenten macht, die sich trotzdem nicht beteiligen. Die einfache Lösung: Sie bekommen eine entsprechende Note. In diesem Semester fließt das Bloggen zu 25 % in die Note des Seminars Public Relations I ein. Wer nicht bloggt, kann also im besten Fall das Seminar mit der Note Zwei abschließen. Die Alternative, über die ich nun nachdenke: Wer nicht bloggen möchte, schlägt eine andere Leistung vor, die dann wie eine Zielvereinbarung gehandhabt wird. Nachteil dieses Weges: Ein definiertes Lernziel bleibt auf der Strecke. Chance: Wenn die Leistung geschickt gewählt ist, kann man sich eine andere zum Studium passende Sache anschauen.

So, und bevor ich nun um Kommenatare und Einschätzungen bitte, noch ein Ausblick: Eine Studentin bereitet gerade einen Relaunch der PR-Fundsachen vor. Neben neuen Funktionen und einer neuen WordPress-Version unter der Haube geht es hier natürlich vor allem um die Gestaltung des Blogs. Ich freue mich drauf. Und – trotz dringender Urlaubsreife – schon jetzt auf das nächste Semester mit der selben Studentengruppe.

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17 thoughts on “Semesterende: Ein paar Gedanken zum Blog(gen)

  1. Pingback: Querverweis: Bloggen in der Lehre « Das Textdepot

  2. Ich studiere selbst PR in Leipzig und arbeite auch schon 10 Jahre freiberuflich und angestellt in diesem Bereich. Bloggen sollte definitiv in das Repertoire eines jeden Studenten gehören. In Leipzig wird dies leider uniseitig noch ein wenig vernachlässigt und erschreckenderweise sind sehr viele meiner “Mitstudenten” mit Bloggen noch nie in Berührung gekommen, was das Publizieren betrifft. Im Bereich Twitter habe ich noch niemanden gefunden, der das auch nur kannte/ kennt. Jedoch werden derartige Dinge in den nächsten Jahren verstärkt von den Arbeitgebern verlangt. Da kann es nur von Vorteil sein, wenn man Erfahrungen mitbringt. Mit einem Kunden zusammen habe ich beispielsweise in den letzten Wochen verzweifelt nach jemandem gesucht, der Texte onlinegerecht aufbereiten kann und es war extrem schwierig, jemanden zu finden, der auch nur die Grundregeln umsetzt. Ich bitte also darum, dass in Darmstadt weiterhin gebloggt wird und verfolge mit Interesse auch weiterhin die PR-Fundsachen! ;)

    Viele Grüße aus Leipzig!

  3. Michelle MuehlhauserNo Gravatar 10. Juli 2008 at 10:16 -

    Ich halte es didaktisch für sehr sinnvoll die Pflege der PR-Fundsachen zur Pflicht zu erklären. Nur so können wir erste Erfahrungen mit dem Schreiben eines Blogs sammeln, ohne auf sich alleingestellt einen eigenen Weblog mit Inhalten füllen zu müssen. Darüber hinaus wird man so “gezwungen” (sofern es nicht eh schon gemacht wird) sich mit aktuellen PR-Themen auseinanderzusetzen.

    Auch wenn ich in diesem Semester hier noch etw. verhalten war (was vllt. daran liegt, dass ich voher Blogs zwar gelesen, aber noch nie selbst geschrieben habe), werde ich versuchen das im nächsten Semester zu verbessern.

    So ein Blog macht spass und ganz besonders dann, wenn heiße Diskussionen entfachen. Doch hier liegt einfach auch ein Problem: Einige Beiträge wurden heiß diskutiert, andere wiederum nicht. Das macht es schwer motiviert bei der Sache zu bleiben, wenn der eigene Beitrag zu letztern zählt.

  4. Stefan HerberNo Gravatar 10. Juli 2008 at 11:40 -

    Möchte mich da Michelle anschließen. Mir, und ich weiß das auch von einigen meiner Kommilitonen, hat das Bloggen in den Fundsachen sehr geholfen sich überhaupt mit PR-Blogs und Themen auseinanderzusetzen. Außerdem sieht man zur Zeit ja auch zunehmend, dass Corporate Blogs immer wichtiger für die Online-PR werden (um nur mal ein Beispiel für die Wichtigkeit von Blogs zu nennen).
    Ich denke, allein aus diesen Gründen sollte das Bloggen in den Fundsachen weiterhin Pflicht bleiben und nicht durch einen alternativen Leistungsnachweis zu “umgehen” sein. Bei Klausuren geht das ja leider auch nicht ;-)

    “Einige Beiträge wurden heiß diskutiert, andere wiederum nicht. Das macht es schwer motiviert bei der Sache zu bleiben, wenn der eigene Beitrag zu letztern zählt.”

    Auch das ist eine Erfahrung die man beim Bloggen schnell macht. So ging es mir und sicher jedem anderen auch, der bereits einen privaten Weblog besitzt. Ich glaube sogar, dass das nicht zwingend mit der Themenwahl zusammen hängen muss. Einige Beiträge werden zwar nicht Diskutiert, dafür dann aber vielleicht der nächste. Das ist eine Sache, von der man sich nicht unterkriegen lassen sollte. Irgendwie scheint das zum Bloggen einfach dazu zu gehören :-)

  5. Roland GramlingNo Gravatar 10. Juli 2008 at 12:05 -

    Als ehemaliger Student, der das Bloggen stehts kritisch (an manchen Stellen wohl auch zu kritisch) gesehen hat, muss ich sagen: Blogs gehören einfach (ob man sie nutzt oder nicht) zum Kommunikations-Alltag dazu und deshalb sollte Bloggen als Inhalt der PR-Seminare beibehalten werden. Sei es nur, damit man nach dem Studium sagt: Hab ich gemacht, mach ich nie wieder.

    Was die Hemmschwelle mancher Studenten angeht, über Studieninhalte und Seminare zu bloggen, kann man nur sagen: Es liegt an den Professoren dafür zu Sorgen, dass die Kommunikationskultur im Studiengang so offen ist, dass sie auch kritische Blog-Beiträge aushält. In meiner Erinnerung – die hoffentlich nicht allzuz nostalgisch verklärt ist – ist die Kommunikationskultur im Studiengang immer recht offen. Zumindest bei einer Mehrheit der Professoren. Allen voran – vorbildhaft – bei Herrn Pleil. Ich glaube ich habe bei niemanden so sehr über Blogger und Blogs hergezogen wie bei Ihnen in den Seminaren :-)

    Ganz in diesem Sinne möchte ich am Ende noch auf folgenden Artikel verweisen: http://www.netzeitung.de/internet/969917.html?Deutsche_Blogger_sind_unpolitisch_und_unreif

  6. Mirjam GreilichNo Gravatar 10. Juli 2008 at 14:41 -

    Auch ich möchte mich der Meinung von Michelle anschließen.

    Das Bloggen als Teil des Leistungsnachweises begrüße ich, da wir Studenten dadurch lernen, aktuelle Themen in der PR zu erfassen und uns darüber Gedanken zu machen.
    Sinn des Bloggens ist es ja, nicht nur relevante Themen wiederzukäuen – es geht auch darum, seine eigene Meinung darüber zu platzieren, ohne jemanden anzugreifen.

    Mir hat das Bloggen wirklich geholfen. Ich habe viele neue PR-Blogs kennengelernt, die ich nicht mehr missen möchte.

    Ich finde es wirklich traurig, dass sich einige Kommilitonen nicht daran beteiligt haben. Es geht ja nicht darum, private Details preiszugeben, sondern interessante PR-Themen aufzugreifen und darüber zu berichten. Das sollte jeder Journalist oder PRler können und daher auch Teil unserer Ausbildung sein.

  7. Barbara NiednerNo Gravatar 10. Juli 2008 at 16:43 -

    Danke für diesen Beitrag und den vielen Kommentaren von den Studenten! Sehr spannend für mich, da ich ja auch mit meinen Studenten blogge ww.Web2blogs.de.

    “Ist es überhaupt sinnvoll, das Bloggen zur Pflichtübung zu machen?” Für Online-Journalisten ist es aus meiner Sicht sehr wichtig und für alle anderen auch.

    Die Online-Reputation der Studenten durch die Blogbeiträge und Kommentare ist sehr gut. Auch bei Euch findet man die Studenten in Google auf den ersten Seiten. D.h. die Studenten erhalten eine hervorragende Möglichkeit Beiträgen mit Universitären Hintergrund zu posten. Allein schon aus der Sicht der Reputation und der Situation am Arbeitsmarkt macht es Sinn Studenten aktiv bloggen zu lassen. Ein zukünftiger Arbeitgeber wird das sicher positiv bewerten.

    Die Angst vorm Bloggen oder einfach nicht Aktiv-Sein wollen kenne ich von meinen Studenten auch. Ein paar sind sehr aktiv, andere sind produktiv dabei und ein paar lassen sich schwer dazu bewegen. Wobei da auch sicher bei Einigen Bequemlichkeit eine Rolle spielt.

    Bei meinen Studenten, die aus allen Fakultäten kommen, ist es schwieriger in einem Blog ein gemeinsames Thema zu finden. Und in der kurzen Zeit von 3 Monaten (1 Trimester) ist es eine Herausforderung 25 Studenten zu sensibilisieren, wie das neue Internet tickt und sie zum mitmachen zu aktivieren. Welch ein Luxus – 16 Studenten über ein Jahr hinweg.

    Werde Euren Blog weiterhin mit Spannung verfolgen. Weiter so!

  8. Christina WolfNo Gravatar 10. Juli 2008 at 21:46 -

    Also ich muss sagen, dass mir das bloggen wirklich sehr viel Spaß gemacht hat und ich unglaublich viel dabei gelernt habe, da dies ebenfalls meine ersten Blogerfahrungen sind. Die Angst sich zu “blamieren”, kann ich aber immer noch nicht ganz ablegen. Sind meine Texte gut geschrieben? Sind die Themen überhaupt interessant?
    Ich schließe mich meinen Kommilitonen aber ausnahmlos an. Ohne die Fundsachen hätte ich mich nicht so intesiv mit den aktuellen PR-Themen vertraut gemacht und verfolgt.

    Und ich bin bereits, trotz meiner großen Vorbehalte, leidenschaftliche Twitterin geworden. :)
    Ich freue mich auf das nächste Semester!

  9. Dieses Semester war anstrengend, aber wenn man wollte, hat man Themen für eigene Beiträge gefunden und auch Zeit zum Kommentieren. Diese Leistung kann von Studenten im Hauptstudium verlangt werden. Natürlich ist es ein Schritt vom Privatblog oder keinem Blog zum PR-Blog, aber wir haben diesen Schwerpunkt nicht umsonst gewählt. Die Fundsachen sollten weiterhin Bestandteil des Hauptstudiums der PRler bleiben, denn es ist eine tolle Chance für uns, sich in einem professionellen Rahmen bemerkbar zu machen.

  10. Ferdinand von ReinhardstoettnerNo Gravatar 14. Juli 2008 at 08:01 -

    Das Blog, beziehungsweise die Recherche für ein bestimmtes Thema, ist für mich neben dem täglichen Durchstöbern des Readers eine zusätzliche wichtige Informationsquelle. Es ist daher meiner Ansicht nach sehr wichtig, dass sich jeder einbringt und seine geforderten Leistungen absolviert.
    Ich schließe mich somit also meinen Vorrednern in jeglicher Hinsicht an. Bis auf EINS. Ich kann es nur schwerlich nachvollziehen, dass man seine Aufgaben – zu denen das Bloggen zählt – nicht erledigt und dies auch keine Konsequenzen nach sich zieht. Mir ist natürlich durchaus klar, dass man keinen zum Bloggen prügeln kann, aber ein kleiner Schubser in Ehren kann wohl keiner verwehren. ;-) Es kann nicht sein, dass man sich bei solch interessanten Themen – beziehungsweise Semester – nicht einbringt. Also auf meine Freunde. :-)

  11. Wie bereits einige meiner Kommilitonen und Kommilitoninnen möchte auch ich mich Michelles Meinung anschließen, dass man beim Bloggen erste Erfahrungen mit dem Schreiben sammeln kann. Vor allem schreibe ich hier öffentlich und nicht für einen begrenzten Leserkreis. Ob ich gut oder schlecht blogge, mein Thema interessant ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich muss auch zugeben, dass ich, was die interessanten Themen in der Bloggerwelt angeht, nicht up to date bin.
    Leider merke ich, dass es für mich ein ganz schöner Spagat ist, Familie und Studium unter einen Hut zu bekommen. Ich möchte alles besonders gut machen, aber irgendetwas bleibt dabei immer auf der Strecke. Ich hatte zuweilen das Gefühl, der Tag hat nicht genügend Stunden.
    Wenn ich hier einen Eintrag schreibe, heißt das für mich, dass ich mich erst einmal auf ein Thema einstimmen muss. Es kommt vor, dass ich während der Recherche merke, dass das Thema bereits zur Genüge diskutiert wurde und ich mich dazu nicht auch noch äußern muss – vor allem, weil mir doch die profunde Stellungnahme fehlt.
    Ich habe mich, so gut es geht, an die Aufgabenstellung gehalten, wobei ich gern noch viel mehr gebloggt hätte, aber das habe ich ja bereits erklärt.
    Für uns ist das Semester noch nicht ganz zu Ende, Patty und ich werden noch einen Termin bei unserem Projektpartner wahrnehmen, das Konzept noch drucken lassen und unseren Beitrag zur Unternehmenskommunikation schreiben. Außerdem möchte und muss ich noch mindestens einen Blogbeitrag schreiben, was mir jetzt allerdings nicht mehr so schwer fällt – ich habe ja Zeit.
    Jetzt möchte ich mich aber auch noch Ferdi anschließen, der mit Recht beklagt, dass einige Leute sich den Pflichten nicht stellen und trotzdem immer weiterkommen. Da frage ich mich, wie manche Mitstudenten es schaffen, die Semester mit einer solchen Gelassenheit zu durchlaufen?! Ich hätte dabei kein gutes Gefühl, würde mich dauernd dafür entschuldigen und bin mir sicher, dass es für mich von Nachteil wäre…

  12. Thomas PleilNo Gravatar 4. August 2008 at 08:02 -

    Danke für die vielen hilfreichen Rückmeldungen. Sie bestärken mich, das Bloggen wie bisher auch künftig im Pflichtenheft der PR-Ausbildung stehen zu lassen – und damit als Bestandteil der Note des vierstündigen Hauptseminars, trotz der hohen Arbeitsbelastung im Hauptstudium.

    Schon bisher erhält ein Student, der dieser Pflicht nicht nachkommt, in der Disziplin “Bloggen” eine “Fünf”. Da in der Lehrveranstaltung jedoch auch andere Leistungen (Kurzreferat, Wiki-Artikel, Beteiligung im Seminar sowie im vergangenen Semester konzeptionelle Leistungen) einbezogen werden, kann man natürlich auch ohne Bloggen eine ordentliche Note (maximal eine Zwei) für das Seminar bekommen. An der Bewertung des Bloggens werde ich also im Wintersemester festhalten – möglicherweise mit einer etwas stärkeren Gewichtung…

  13. Pingback: Twitter-Lehrstunde « Das Textdepot

  14. Pingback: Twitter in der Lehre: Ein paar Erfahrungen « Das Textdepot

  15. birkenkraheNo Gravatar 13. Mai 2009 at 08:32 -

    bin ein bisschen spät auf diesen artikel gestossen – seit diesem sem habe ich auch blogs in 2 kurse zum thema business applications eingebaut (insges. 75 studenten also wesentlich mehr). das sind IT pflicht-kurse, und d studis können bloggen über was sie wollen. dabei kommen gute sachen heraus. eine rubric hilft beim summativen bewerten am semesterende. außerdem wird über blog ein gruppenprojekt erstellt. blogs und tweets: http://netvibes.com/birkenkrahe und das kursblog http://bisblog.birkenkrahe.com sowie mein meta blog zur reflexion http://elernen.wordpress.com

    beste grüße und nur weiter so – klingt sehr sehr spannend, was ihr da macht.

    marcus

  16. Thomas PleilNo Gravatar 18. Mai 2009 at 20:33 - Author

    Danke für die Ermunterung und die Links. Mir gefällt Eurer Netvibes-Einsatz sehr gut, glaube, davon sollte ich mich inspirieren lassen. Mit “Lesetipps” darin kann man vermutlich den Einstieg in Infoströme erleichtern und die Idee, die Aktivitäten einer Gruppe in den nächsten Tab zu packen etc. liegt sehr nahe.