Der Einsatz von QR-Code`s nimmt rasant zu. Viele Unternehmen setzten den Code für verschiedene Marketing-Kampagnen ein. In einem Code können bis zu 4.300 Zeichen untergebracht und Inhalte wie Logos, Texte und URL`s codiert werden. Vor allem sehen wir QR-Codes auf Gedrucktem wie Visitenkarten, Plakaten, Rechnungen, Servietten und vielem mehr. Doch ist er auch im Online-Marketing sinnvoll einsetzbar? Weiterlesen »
Die Supermarkt-Kette Edeka stand in der Diskussion, weil sie Werbeprospekte mit einem Reiseangebot des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia noch nach dem tragischen Unglück zustellen ließ. Daraufhin zeigten sich User auf verschiedenen Social-Media-Kanälen empört. Auf der Facebook-Pinnwand von Edeka schrieb gestern zum Beispiel ein User: „klar für die Kinder ein großer Spass: mit den Kapitän Schiffe versenken spielen.“ Er bezog sich auf die Überschrift der Werbung – Für Kinder ein großer Spaß. Trotz der Tragödie, die wirkliche Probleme mit sich bringt, wurde der ein oder andere Troll durch die Werbung aufgestachelt und suchte das Haar in der Suppe. Edeka konnte die Zustellungen der Prospekte, die schon längst gedruckt waren, nicht stoppen. Jeder normale Menschenverstand weiß, dass Edeka nicht absichtlich dieses Reiseangebot nach dem Schiffsunglück herausbringen würde. Die Supermarkt-Kette entschuldigte sich gestern trotzdem mit folgendem Beitrag auf Facebook:
Der dreitägige (22.Januar – 24.Januar 2012) Innovationskongress Digital, Life, Design (DLD) in München ging heute mit einigen negativen Stimmen zum „Cult of Social“ und der Prognose, das Ende der „Informationsära“ sei angebrochen dem Ende zu.
Hubert Burda, Eigentümer des Hubert Burda Verlages und Yossi Vardi, Erfinder des Internetdienstes ICQ eröffneten eine der wichtigsten Konferenzen zum Thema digitales Leben mit den Worten: „Netzwerktreffen im wirklichen Leben sind weiter unverzichtbar“ und „Social Media eröffnet neue Möglichkeiten der öffentlichen Meinungsbildung“. Weniger Neuigkeiten, als allgemeine, ohnehin schon bekannte Aussagen. Doch auf der diesjährigen DLD gaben einige Chefs, Gründer und Vorsitzende weitaus andere Töne von sich, die fern von der heilen Welt des Social Web liegen.
Ich bin kürzlich auf einen Artikel der Financial Times Deutschland gestoßen, der über die „Personalstudie 2012“ des U-Form-Verlages Solingen berichtet. Der Verlag befragte in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn mehr als 250 Ausbildungsverantwortliche aus klein- und mittelständischen Betrieben sowie Mitarbeiter von Großkonzernen. Die Umfrage ergab, dass Unternehmen ins Azubi-Marketing stärker investieren. Doch soziale Medien werden bisher kaum genutzt. Der hohe Zeitaufwand hält die Unternehmen ab. Der Nutzen wird in jedem dritten Betrieb als zu gering eingeschätzt. Die befragten Unternehmen setzen lieber ihre Schwerpunkte auf Praktika, wollen Kontakte über Arbeitsagenturen knüpfen, eine eigene Karriereseite im Internet anbieten und Jobbörsen nutzen.
Schade eigentlich, dass Unternehmen im Social Web eher zurückhaltend sind, denn gerade Jugendliche und junge Erwachsene sind nicht selten stundenlang am Tag im Netz unterwegs. Ein großer Vorteil von Social-Media-Aktivitäten ist, dass Neuigkeiten der Unternehmen durch die Kommunikationskanäle direkt zur Zielgruppe gelangen. Der User sucht nicht nach Informationen, er bekommt sie auf seiner Social-Media-Plattform automatisch gebündelt. Wie oft besucht ein User die Internetseite von Unternehmen, um nach Neuigkeiten zu schauen? Vermutlich nicht täglich. Der User könnte aber täglich durch die sozialen Netzwerke beispielsweise viele Stellenangebote von Unternehmen erhalten. Ein weiteres großes Plus: Interessierte können auch einfacher und schneller in Dialog mit Unternehmen treten. Manche Unternehmen setzen das in dieser Form um, wie mein folgendes Beispiel zeigt:
Stell’ dir vor, du postest auf Facebook, dass du erkältet bist und zwei Stunden später steht ein Kurier mit einer Tüte voller Taschentücher vor deiner Tür: Mit genau dieser Kampagne hat Kleenex in Israel Aufsehen erregt. Die Umsetzung ist zwar nicht ganz legal, aber auf jeden Fall gut gemacht!
Ein Einkaufscenter, in dem die Menschen plötzlich anfangen wie in einem Musical zu singen? Oder die Metro zur Rushhour und alle Fahrgäste haben ihre Hosen vergessen? Improv Everywhere ist eins der vielen wunderlichen Dinge, die das Internet hervorgebracht hat. Gegründet im Jahr 2001 von Charlie Todd in New York, hat die Gruppe nur ein Ziel: organisierten Spaß. Ohne jegliche politische oder kommerzielle Motivation veranstalten sie Aktionen in der Öffentlichkeit, mit denen sie unwissende Passanten zum Lächeln bringen. Nebenbei filmen sie das Ganze und stellen es online, wo hunderttausende Anhänger die kreativen Ideen nachverfolgen – und oftmals selbst zu solchen Aktionen inspiriert werden. Nun soll ein Dokumentarfilm über die Gruppe entstehen, für dessen Finanzierung sie die Unterstützung ihrer Web-Anhänger benötigen. Bis morgen müssen sie 125.000,00 US-Dollar einsammeln – der Betrag ist fast geschafft.
Hier ein Video als Beispiel der vielen kreativen Aktionen und welches thematisch ganz gut zu diesem Blog passt:
1.020 Kommentare, 9.221 “Mag ich”-Klicks und 314.584 Views auf Youtube innerhalb von nicht mal 48 Stunden. Dabei handelt es sich nicht um das neuste Musikvideo von Justin Bieber und auch nicht um den neusten Hollywood Blockbuster. Es scheint eher wie eine Aufforderung zur Revolution. Eine Revolution gegen solche, die mit der wirtschaftlich ohnehin schon gescholtenen Medienlandschaft oft tun und lassen was sie möchten: Politiker. Diese entscheiden oft nicht zum Wohle des Volkes, sondern zum Wohle der eigenen Partei oder sogar der eigenen Person.
Aktuelle Tätigkeit: Markus Weik arbeitet als Senior Executive für die Strategic Communications Practice von FTI Consulting am Standort Frankfurt. Dort berät er Kunden unter anderem aus den Bereichen Immobilien, Asset Management, Private Equity und Automobil. Der studierte Amerikanist und Sportwissenschaftler engagiert sich zurzeit, das deutsche Team für strategische Beratung in digitaler/online Kommunikation und Reputation Management in sozialen Netzwerken aufzubauen.
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